ich sehe was,
was du nicht siehst
05-01-24

What the World needs now ...

Passend zum Weltschmerz gönnen wir uns ein samtiges Getränk in der Trendfarbe 2024 „Peach Fuzz“. Ein flaumig-zarter Farbton, der Sicherheit und Fürsorge ausdrücken soll. Wundervoll. Genau das brauchen wir.

Bellini Cocktail
Rezept nach Harry’s Bar – Venedig

3 cl weißes Pfirsichpüree, ideal sind Weinbergpfirsiche
10 cl Champagner

1. Püree ins vorgekühlte Glas geben und langsam mit eiskaltem Champagner auffüllen
2. vorsichtig umrühren
3. in ein Champagner- oder kleines Weißweinglas füllen

Salut!

Contorno con la bevanda, oder Gesprächsstoff:
Die ersten sieben Beichtfragen aus unserem gerade entstehenden Kartenspiel „Das Ende des Smalltalks“. Für den ungewohnten Einstieg in ein Gespräch mit neuen Personen. Einfach abfotografieren und bei der nächsten Stehparty einen unauffälligen Blick drauf werfen.

Was wolltest Du werden, als Du ein Kind warst?

Welche Superkraft hättest Du gerne als Superheld*in?

Wann war Dir zuletzt etwas peinlich? Was war das?

Bei welcher Schwindelei wurdest Du erwischt?

Was würdest Du Gott (oder einen Mönch) fragen?

Wann hast Du zuletzt auf einer Schaukel geschaukelt?

Dein fiesester Gedanke beim Sex war …?

10-10-23

„Hab dich nicht so!"

„Prüde oder was?“ „Shut up!“ Sätze, die uns schon beim Lesen ein mulmiges Gefühl machen. Wenn wir sie zu hören kriegen, sind sie einfach widerwärtig manipulativ und obendrein hundsgemein.

Wir möchten Sie und Euch auf eine Ausstellung aufmerksam machen, an der wir viele Monate gehirnt, gezeichnet, verworfen und gestaltet haben.
Am 13.09.23 feierten wir die Vernissage – mit Lesung aus Ulrikes Draesners Roman Die Verwandelten (2023) – prominent im Literaturhaus Stuttgart. Wir prickeln immer noch.

Zur Sprache bringen. Vom Missbrauch weiblicher Körper zu Zwecken des Krieges
13.09 – 15.12.2023

17-09-23

The F-Word

Wieviel Kunst von Frauen hängt eigentlich in den großen Museen der Welt? Zwei Prozent, selten mal drei. Und wieviele Frauen hatten jemals Einzelausstellungen in den New Yorker Häusern Guggenheim, Metropolitan und Whitney? Keine. Null.

Die Ausstellung The F-Word offenbahrt, neben alarmierend diskrimmierenden Statistiken, auch eines: Wer nicht ausgestellt wird, wird nicht archiviert, wird also für die Nachwelt verschwunden sein.

Die Künstlerin wird vergessen.

Als wäre sie nie dagewesen.

Hervoragendes Grafik Design aus 100 Jahren zeigt das KGM in Hamburg. „Endlich!“, möchte ich schreien.

Leider zu wenige, dafür aber starke Werke, handverlesener Gestalterinnen aus Europa – andere Kontinente wurden bislang schlicht gar nicht kuratiert oder bewahrt – hängen an kreischbunten Wänden. „Hm, die müssten vielleicht gar nicht sein? Die Sachen sind f*****g good enough.“ Dachte ich.